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Bayenturm in Altstadt-Süd
Was ihr entdecken könnt
Als „Herzstück des Rheinauhafens“ bezeichnet und seit jeher als ein stolzes Wahrzeichen der Stadt Köln ragt der Bayenturm am süd-westlichen Ufer des Rheins empor und war somit oftmals Vorlage für Landschaftsgemälde des 18. und 19. Jahrhunderts.
Bayenturm – Wahrzeichen am Rhein und Turm mit bewegter Geschichte
Am südlichen Ende der Kölner Altstadt ragt ein Bauwerk über den Rhein, das seit Jahrhunderten zum Stadtbild gehört: der Bayenturm. Als „Herzstück des Rheinauhafens“ und Wahrzeichen der Südstadt verbindet er mittelalterliche Wehrgeschichte mit moderner Kultur.
Der stärkste Turm der Stadtmauer
Der Bayenturm entstand im 12. Jahrhundert im Zuge der Befestigung des Rheinufers und war der mächtigste Wehrturm der mittelalterlichen Kölner Stadtmauer. Mit rund 35 Metern Höhe entsprach er fast der Größe der großen Stadttore.
Zusammen mit dem Frankenturm bildete er eine wichtige Eckbefestigung der Stadt. Seine markante Form mit dem hohen quadratischen Sockel und den zwei achteckigen Obergeschossen machte ihn schon früh zu einem besonderen Wahrzeichen.
Wie viele mittelalterliche Türme diente auch der Bayenturm zeitweise als Gefängnis. Im 18. Jahrhundert verfügte er über mehrere Gefängnisräume, eine Küche und sogar einen eigenen Brunnen.
Zerstörung und Wiederaufbau
Als die Kölner Stadtmauer Ende des 19. Jahrhunderts abgetragen wurde, blieb der Bayenturm erhalten. Zunächst beherbergte er die städtischen Sammlungen zur Vor- und Frühgeschichte.
Im Zweiten Weltkrieg wurde der Turm jedoch fast vollständig zerstört. Erst in den 1980er- und frühen 1990er-Jahren erfolgte der Wiederaufbau mit Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen.
Ein Ort für Frauen- und Kulturgeschichte
Seit 1994 ist der Bayenturm Sitz des FrauenMediaTurms – eines feministischen Archivs und Dokumentationszentrums. Auch die Redaktion der Zeitschrift EMMA war hier zeitweise untergebracht.
(Suzan Leblebici, Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz, 2013/überarbeitete Version des Eintrags zum Objekt in der Fachanwendung KuLaDig; Adrian Greiner/ LVR-Abteilung Digitales Kulturerbe, 2026)
Am südlichen Ende der Kölner Altstadt ragt ein Bauwerk über den Rhein, das seit Jahrhunderten zum Stadtbild gehört: der Bayenturm. Als „Herzstück des Rheinauhafens“ und Wahrzeichen der Südstadt verbindet er mittelalterliche Wehrgeschichte mit moderner Kultur.
Der stärkste Turm der Stadtmauer
Der Bayenturm entstand im 12. Jahrhundert im Zuge der Befestigung des Rheinufers und war der mächtigste Wehrturm der mittelalterlichen Kölner Stadtmauer. Mit rund 35 Metern Höhe entsprach er fast der Größe der großen Stadttore.
Zusammen mit dem Frankenturm bildete er eine wichtige Eckbefestigung der Stadt. Seine markante Form mit dem hohen quadratischen Sockel und den zwei achteckigen Obergeschossen machte ihn schon früh zu einem besonderen Wahrzeichen.
Wie viele mittelalterliche Türme diente auch der Bayenturm zeitweise als Gefängnis. Im 18. Jahrhundert verfügte er über mehrere Gefängnisräume, eine Küche und sogar einen eigenen Brunnen.
Zerstörung und Wiederaufbau
Als die Kölner Stadtmauer Ende des 19. Jahrhunderts abgetragen wurde, blieb der Bayenturm erhalten. Zunächst beherbergte er die städtischen Sammlungen zur Vor- und Frühgeschichte.
Im Zweiten Weltkrieg wurde der Turm jedoch fast vollständig zerstört. Erst in den 1980er- und frühen 1990er-Jahren erfolgte der Wiederaufbau mit Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen.
Ein Ort für Frauen- und Kulturgeschichte
Seit 1994 ist der Bayenturm Sitz des FrauenMediaTurms – eines feministischen Archivs und Dokumentationszentrums. Auch die Redaktion der Zeitschrift EMMA war hier zeitweise untergebracht.
(Suzan Leblebici, Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz, 2013/überarbeitete Version des Eintrags zum Objekt in der Fachanwendung KuLaDig; Adrian Greiner/ LVR-Abteilung Digitales Kulturerbe, 2026)