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Hofgarten Düsseldorf


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Was ihr entdecken könnt

Der Hofgarten ist Düsseldorfs zentraler Park. Zahlreiche historische Denkmäler und moderne Skulpturen befinden sich in diesem Park. Der älteste Teil des öffentlichen Hofgartens wurde bereits 1769 angelegt. Damit ist er Deutschlands erster und ältester Volksgarten.

Zentral in den Stadtteilen Stadtmitte und Pempelfort befindet sich der Hofgarten, dessen ältester öffentlicher Teil bereits 1769 angelegt wurde. Somit ist der Hofgarten Deutschlands erster und ältester Volksgarten.

Vom fürstlichen Hofgarten zur öffentlichen Promenade
1557 wurde hier erstmals der Hofgarten Herzog Wilhelms des Reichen bezeugt. Bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts wurde das Gelände zwei Mal erweitert.
Nach dem Tod Jan Wellems 1716 und der Verlegung der Residenz nach Heidelberg verfiel der Hofgarten zusehends.

Infolge des Siebenjährigen Kriegs (1756 bis 1763) wurde Düsseldorf stark zerstört. Kurfürst Karl Theodor zu Pfalz-Sulzbach (1724 bis 1799) ordnete 1769 die Erweiterung, Herrichtung und Öffnung des verfallenen Hofgartens für die Öffentlichkeit an. Es entstand ein barocker Garten mit geometrischem Grundriss und Sichtachsen sowie verspielteren, spätbarocken Elementen. Der neue Hofgarten wurde sehr positiv aufgenommen, aber bereits 1795 zerstört, als französische Truppen Düsseldorf im Zuge des Ersten Koalitionskriegs (1792-1797) besetzten.

Maximilian Friedrich Weyhe und das 19. Jahrhundert
Nach dem Frieden von Lunéville 1801 setzte Kurfürst Maximilian Joseph von Pfalz-Bayern (1756 bis 1825) eine Kommission zu Wiederherrichtung der Stadt ein. Der bedeutende Gartenbaumeister Maximilian Friedrich Weyhe legte den neuen Hofgarten als Landschaftsgarten im englischen Stil an. Aus dieser Zeit stammt auch die erhaltene Goldene Brücke.
Unter Napoleon Bonaparte wurde der Garten nochmals erweitert. 1836 entstand auf dem sogenannten Ananasberg ein Ausflugslokal, das 1902 durch ein Restaurant ersetzt und im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde.

Vom 20. Jahrhundert bis heute
1902 fand im Hofgarten die Industrie- und Gewerbeausstellung statt.
Für die Ausstellung GeSoLei (Gesundheitspflege, soziale Fürsorge und Leibesübungen) wurde 1926 der Ehrenhof zwischen dem Rhein und dem Hofgarten errichtet.

Der mit dem Wiederaufbau und der Stadtplanung Düsseldorfs nach dem Zweiten Weltkrieg betraute Friedrich Tamms wollte 1958 den Weiher an der Landskrone teilweise zuschütten, um den Bau des Jan-Wellem-Platzes und der als Tausendfüßler bezeichneten Hochstraße voranzutreiben. Proteste aus der Bevölkerung verhinderten das Vorhaben. Dennoch wurden mehrere vielbefahrene Straßen errichtet, die den Hofgarten bis heute durchschneiden. Unterführungen ermöglichen teils den Zugang zu Fuß.
Seit 1998 steht der Hofgarten unter Denkmalschutz.

Der Orkan Ela zerstörte im Juni 2009 mehr als die Hälfte des Baumbestands.

Gasbeleuchtung
Der Hofgarten ist einer der letzten Parks Europas mit weitgehender Gasbeleuchtung. 119 der 219 Gaslaternen wurden durch den Orkan Ela stark beschädigt, aber wiederhergestellt. Lediglich aus den Bereichen, unter denen die U-Bahn verläuft, mussten die Gasleitungen entfernt werden.

EUROGA 2002plus
2002 wurde der Hofgarten im Zuge der „Dezentralen Landesgartenschau“ und der EUROGA 2002plus saniert und umgestaltet. Unter anderem wurde die Sichtachse zwischen der Heinrich-Heine-Allee und der Jägerhofstraße wiederhergestellt.
Seit 2004 ist der Hofgarten Teil der Straße der Gartenkunst zwischen Rhein und Maas.

Fauna
Der Hofgarten ist das Zuhause domestizierter Schwäne, Enten und Gänse, die im unter Denkmalschutz stehenden Schwanenhaus versorgt werden. Außerdem leben hier Eichhörnchen, Nutrias, Reiher, Halsbandsittiche und Schildkröten.

(Antonia Frinken, LVR-Abteilung Digitales Kulturerbe, 2025)


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