spot
Gierseilfähre Sankt Adelheid zwischen Bergheim und Geislar
Was ihr entdecken könnt
Die Einmann-Gierseilfähre „St. Adelheid“ verbindet die Ufer von Troisdorf-Bergheim und Bonn-Geislar in der Nähe der Rhein-Sieg Mündung auf umweltfreundliche Art und Weise. Sie ist die einzige Fähre, die auf der Sieg fährt.
Die Gierseilfähre „St. Adelheid“ verbindet die Ufer von Troisdorf-Bergheim und Bonn-Geislar in der Nähe der Rhein-Sieg Mündung auf umweltfreundliche Art und Weise. Sie ist die einzige Fähre, die auf der Sieg fährt. Sie gehört zu den ältesten noch in Betrieb befindlichen Einmann-Gierfähren in Deutschland.
Eine Gierseilfähre wird mit Hilfe der Strömungskraft, einem Heckruder und einem Drahtseil (Scharseil) auf die andere Uferseite befördert. Dabei gleitet die Fähre an dem gespannten Drahtseil entlang, da das Boot durch ein Seil (Giertau) und eine Rolle mit dem gespannten Drahtseil verbunden ist. Bei niedrigem Wasserstand muss der Fährmann mit einer Stake (Holzstange) arbeiten.
Die Bergheimer Fähre („Berchemer Fahr“ im örtlichen Dialekt) wurde 1777 aufgrund der Siegbegradigung an ihre heutige Stelle verlegt. Im 18. und 19. Jahrhundert wurde sie meistens von Fischern, der Fischereibruderschaft Bergheim, betrieben. Ursprünglich wurden Holzkähne benutzt. Seit knapp 40 Jahren ist Mathias Mertens der Fährmann mit vielen interessanten Geschichten über seine Fähre und deren Gäste. Früher fuhr er hauptsächlich von 5.30 Uhr bis 22.30 Uhr die Handwerker an das andere Ufer.
Seit 2005 ist der moderne Fährkahn mit doppelwandigem Aluminiumrumpf, die „St. Adelheid“, in Betrieb. Diese Fähre kann 20 Personen oder 12 Personen mit Fahrrädern transportieren und die Fahrt dauert ungefähr 1 1/2 Minuten. Sie wurde in der Lux-Werft in Niederkassel-Mondorf gefertigt und von der Stadt Troisdorf und privaten Sponsoren finanziert. Am Rumpf des Bootes steht an Steuerbord (rechte Seite in Fahrtrichtung) „Stadtbezirk Beuel“ und an Backbord (linke Seite in Fahrtrichtung) „Stadt Troisdorf“. Das Vorgängermodell, eine stählerne Gierseilfähre namens „Sieglinde“ liegt an Land vor dem Ausflugslokal „Zur Siegfähre“ und dient heute als Pflanzenkübel. Sie war 57 Jahre im Einsatz.
Die Siegfähre wird vom Betreiber als „älteste und einzige Einmannfähre Deutschlands“ beworben (www.siegfaehre.de).
Hinweis
Die Siegfähre ist ein wertgebendes Merkmal der beiden Kulturlandschaftsbereiche „Rheinaue bei Schwarzrheindorf, Siegmündung“ (Regionalplan Köln 438) und „Mühlengraben / Sieglar“ (Regionalplan Köln 439).
(Lea Fernengel, Bund Heimat und Umwelt, 2013)
Internet
www.siegfaehre.de: Betreiberseite Fähre und Gaststätte (abgerufen 20.06.2018)
www.general-anzeiger-bonn.de: Siegfähre in Troisdorf Bergheim- Die älteste und einzige Einmannfähre Deutschlands (abgerufen 18.03.2013, Inhalt nicht mehr verfügbar 28.05.2019)
de.wikipedia.org: Siegfähre (abgerufen 18.03.2013)
Eine Gierseilfähre wird mit Hilfe der Strömungskraft, einem Heckruder und einem Drahtseil (Scharseil) auf die andere Uferseite befördert. Dabei gleitet die Fähre an dem gespannten Drahtseil entlang, da das Boot durch ein Seil (Giertau) und eine Rolle mit dem gespannten Drahtseil verbunden ist. Bei niedrigem Wasserstand muss der Fährmann mit einer Stake (Holzstange) arbeiten.
Die Bergheimer Fähre („Berchemer Fahr“ im örtlichen Dialekt) wurde 1777 aufgrund der Siegbegradigung an ihre heutige Stelle verlegt. Im 18. und 19. Jahrhundert wurde sie meistens von Fischern, der Fischereibruderschaft Bergheim, betrieben. Ursprünglich wurden Holzkähne benutzt. Seit knapp 40 Jahren ist Mathias Mertens der Fährmann mit vielen interessanten Geschichten über seine Fähre und deren Gäste. Früher fuhr er hauptsächlich von 5.30 Uhr bis 22.30 Uhr die Handwerker an das andere Ufer.
Seit 2005 ist der moderne Fährkahn mit doppelwandigem Aluminiumrumpf, die „St. Adelheid“, in Betrieb. Diese Fähre kann 20 Personen oder 12 Personen mit Fahrrädern transportieren und die Fahrt dauert ungefähr 1 1/2 Minuten. Sie wurde in der Lux-Werft in Niederkassel-Mondorf gefertigt und von der Stadt Troisdorf und privaten Sponsoren finanziert. Am Rumpf des Bootes steht an Steuerbord (rechte Seite in Fahrtrichtung) „Stadtbezirk Beuel“ und an Backbord (linke Seite in Fahrtrichtung) „Stadt Troisdorf“. Das Vorgängermodell, eine stählerne Gierseilfähre namens „Sieglinde“ liegt an Land vor dem Ausflugslokal „Zur Siegfähre“ und dient heute als Pflanzenkübel. Sie war 57 Jahre im Einsatz.
Die Siegfähre wird vom Betreiber als „älteste und einzige Einmannfähre Deutschlands“ beworben (www.siegfaehre.de).
Hinweis
Die Siegfähre ist ein wertgebendes Merkmal der beiden Kulturlandschaftsbereiche „Rheinaue bei Schwarzrheindorf, Siegmündung“ (Regionalplan Köln 438) und „Mühlengraben / Sieglar“ (Regionalplan Köln 439).
(Lea Fernengel, Bund Heimat und Umwelt, 2013)
Internet
www.siegfaehre.de: Betreiberseite Fähre und Gaststätte (abgerufen 20.06.2018)
www.general-anzeiger-bonn.de: Siegfähre in Troisdorf Bergheim- Die älteste und einzige Einmannfähre Deutschlands (abgerufen 18.03.2013, Inhalt nicht mehr verfügbar 28.05.2019)
de.wikipedia.org: Siegfähre (abgerufen 18.03.2013)