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Swister Türmchen
Was ihr entdecken könnt
Das Swister Türmchen, ein Kirchturm der Zeit um 1100, gehörte ursprünglich zur Pfarrkirche des alten Swist. Im 16. Jahrhundert wurde die am westlichen Rand der Ville oberhalb der Erftniederung gelegene Ortschaft aufgegeben. Die Kirche war den Jungfrauen Fides, Spes und Caritas geweiht.
Als einziges Überbleibsel des Dorfes und der Pfarr- und Wallfahrtskirche steht der romanische Turm des 12. Jahrhunderts, weiß getüncht und weithin sichtbar auf dem Swister Berg. Ursprünglich geweiht den drei heiligen Jungfrauen Fides, Spes und Caritas, steht die Vermutung im Raum, es könnte hier eine Kultstätte für vorchristliche Gottheiten gegeben haben.
Da im Mittelalter die Kirche dem Kölner Gereonsstift zugeteilt war, wechselte das Patrozinium auf den Anführer der Thebäischen Legion, der der Legende nach in Köln den Märtyrertod fand. Trotzdem blieb die Pfarrkirche St. Gereon weiterhin Wallfahrtsstätte für das Reliquiengedenken der verehrten Jungfrauen.
Spätestens Ende des 16. Jahrhunderts war der Ort Swist zerstört und die ehemaligen Bewohner*innen siedelten in das neugegründete Weilerswist um. Nachdem 1812/30 das Kirchengebäude niedergelegt wurde, blieb lediglich die Turmkapelle zur Andacht bestehen.
Der aus Bruchstein errichtete, weiß verputzte Turm ist auf drei Seiten, aber nicht in Richtung des ehemaligen Kirchenschiffs mit einfachen Lisenen gegliedert. Schallarkaden auf allen vier Seiten weisen auf das Glockengeschoss. Im Erdgeschoss des mit einem Zeltdach abgeschlossenen Turms wurde 1854 ein Betraum eingerichtet.
(Hans-Gerd Dick, Stadt Zülpich - Dr. Iris Hofmann-Kastner, Römerthermen Zülpich)
Da im Mittelalter die Kirche dem Kölner Gereonsstift zugeteilt war, wechselte das Patrozinium auf den Anführer der Thebäischen Legion, der der Legende nach in Köln den Märtyrertod fand. Trotzdem blieb die Pfarrkirche St. Gereon weiterhin Wallfahrtsstätte für das Reliquiengedenken der verehrten Jungfrauen.
Spätestens Ende des 16. Jahrhunderts war der Ort Swist zerstört und die ehemaligen Bewohner*innen siedelten in das neugegründete Weilerswist um. Nachdem 1812/30 das Kirchengebäude niedergelegt wurde, blieb lediglich die Turmkapelle zur Andacht bestehen.
Der aus Bruchstein errichtete, weiß verputzte Turm ist auf drei Seiten, aber nicht in Richtung des ehemaligen Kirchenschiffs mit einfachen Lisenen gegliedert. Schallarkaden auf allen vier Seiten weisen auf das Glockengeschoss. Im Erdgeschoss des mit einem Zeltdach abgeschlossenen Turms wurde 1854 ein Betraum eingerichtet.
(Hans-Gerd Dick, Stadt Zülpich - Dr. Iris Hofmann-Kastner, Römerthermen Zülpich)