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Johannistürmchen mit Wehrgang
Was ihr entdecken könnt
Das Johannistürmchen ist ein Relikt der ehemaligen Wehranlage auf dem Michaelsberg.
Von hier hat man einen traumhaften Blick über die Umgebung bis hin zum Siebengebirge: Das Johannistürmchen ist einer jener stillen Orte, deren Bedeutung weit über ihre schlichte Erscheinung hinausgeht. Es ist ein Zeuge des Frühmittelalters, der Klostergründung und einer langen Geschichte militärischer und geistlicher Macht am Michaelsberg.
Der kleine Turm war Teil einer um das Jahr 800 erbauten Wehranlage der als Ezzonen bezeichneten Grafen vom Auelgau auf dem Michaelsberg, damals noch Siegberg genannt. Das Türmchen ist damit eines der ältesten erhaltenen Bauzeugnisse auf dem Berg, älter noch als die Abtei selbst. Benannt wurde es nach der nahegelegenen gleichnamigen Kapelle. 1064 wurde das Türmchen mit dem erhaltenen Wehrgang Teil der neu gegründeten Abtei St. Michael. Mit der Klostergründung durch den Kölner Erzbischof Anno II. wandelte sich der Michaelsberg vom Sitz weltlicher Burgherren zum geistlichen Zentrum. Das Johannistürmchen überdauerte als Bestandteil der Klosterbefestigung.
Charakteristisch ist der noch erhaltene Wehrgang, der das Türmchen mit dem Abteigelände verbindet. Am Zugang zum Wehrgang, der zum Türmchen führt, befindet sich der Johannisgarten. Diese Kombination aus Wehrgang, Gartenanlage und Turm ist im Rheinland als erhaltenes Ensemble frühmittelalterlicher Befestigungsarchitektur ausgesprochen selten. Das Mauerwerk besteht wie viele Bauten am Michaelsberg aus Tuffstein der Region, der dem kleinen Turm eine warme, geerdete Anmutung verleiht.
Heute ist das Johannistürmchen ein beliebtes Ziel für Spaziergänger*innen und Geschichtsinteressierte. Es liegt am Rande des Johannisgartens, der das Türmchen in eine gepflegte Grünanlage einbettet und es so für alle Besucher*innen des Michaelsbergs erlebbar macht.
Im Rahmen des Michaelsbergprojektes wurde eine Tribüne aus Grauwackeblöcken geschaffen, die dem Zentrum der Anlage den Charakter einer „Arena“ gibt. Hier finden Open-Air-Veranstaltungen statt.
Die kleine Kapelle, die dem Türmchen seinen Namen gab, ist längst verschwunden. Welcher Heilige genau verehrt wurde, Johannes der Täufer oder Johannes der Evangelist, ist nicht mit Sicherheit überliefert.
(Stadtbetriebe Siegburg AöR, Fachbereich Tourismusförderung, 2026)
Der kleine Turm war Teil einer um das Jahr 800 erbauten Wehranlage der als Ezzonen bezeichneten Grafen vom Auelgau auf dem Michaelsberg, damals noch Siegberg genannt. Das Türmchen ist damit eines der ältesten erhaltenen Bauzeugnisse auf dem Berg, älter noch als die Abtei selbst. Benannt wurde es nach der nahegelegenen gleichnamigen Kapelle. 1064 wurde das Türmchen mit dem erhaltenen Wehrgang Teil der neu gegründeten Abtei St. Michael. Mit der Klostergründung durch den Kölner Erzbischof Anno II. wandelte sich der Michaelsberg vom Sitz weltlicher Burgherren zum geistlichen Zentrum. Das Johannistürmchen überdauerte als Bestandteil der Klosterbefestigung.
Charakteristisch ist der noch erhaltene Wehrgang, der das Türmchen mit dem Abteigelände verbindet. Am Zugang zum Wehrgang, der zum Türmchen führt, befindet sich der Johannisgarten. Diese Kombination aus Wehrgang, Gartenanlage und Turm ist im Rheinland als erhaltenes Ensemble frühmittelalterlicher Befestigungsarchitektur ausgesprochen selten. Das Mauerwerk besteht wie viele Bauten am Michaelsberg aus Tuffstein der Region, der dem kleinen Turm eine warme, geerdete Anmutung verleiht.
Heute ist das Johannistürmchen ein beliebtes Ziel für Spaziergänger*innen und Geschichtsinteressierte. Es liegt am Rande des Johannisgartens, der das Türmchen in eine gepflegte Grünanlage einbettet und es so für alle Besucher*innen des Michaelsbergs erlebbar macht.
Im Rahmen des Michaelsbergprojektes wurde eine Tribüne aus Grauwackeblöcken geschaffen, die dem Zentrum der Anlage den Charakter einer „Arena“ gibt. Hier finden Open-Air-Veranstaltungen statt.
Die kleine Kapelle, die dem Türmchen seinen Namen gab, ist längst verschwunden. Welcher Heilige genau verehrt wurde, Johannes der Täufer oder Johannes der Evangelist, ist nicht mit Sicherheit überliefert.
(Stadtbetriebe Siegburg AöR, Fachbereich Tourismusförderung, 2026)