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Frühlingsschacht und Frühlingsstollen am Lüderich
Was ihr entdecken könnt
Über den Frühlingsschacht, später auch Südschacht genannt, versuchten die Bergleute der Grube Lüderich ab 1838, die Lagerstätte des von Pingen durchzogenen Grubenfeldes "Frühling" zu erschließen.
Über den Frühlingsschacht versuchten die Bergleute der Grube Lüderich ab 1838, die Lagerstätte des von alten Pingen durchzogenen Grubenfeldes „Frühling“ zu erschließen. Als Pingen werden muldenförmige Vertiefungen im Boden bezeichnet. Sie entstanden, wenn oberflächennahen Abbauschächte einstürzten.
Im August 1839 stieß der Schacht auf den horizontal vorgetriebenen Frühlingsstollen. Bis 1842 wurde jedoch kein nennenswertes Erzvorkommen entdeckt. Deswegen wurde vier Jahre später ein zweiter Frühlingsstollen (später Auguststollen genannt) angelegt und ein Jahr später durch eine Aufbereitungsanlage für das gefundene Erz ergänzt.
Der ursprüngliche Frühlingsstollen brach zusammen und wurde stillgelegt. In den 1930er Jahren wurde der Stollen neu angelegt, um einen noch verbliebenen Teil der Erzlagerstätte zu erschließen. Dafür wurde nochmals der Frühlingsschacht genutzt. 1948 war die Lagerstätte schließlich erschöpft und der Schacht wurde verfüllt. Das vermutlich hölzerne, verkleidete Fördergerüst wurde abgebrochen und das davon westlich gelegene Maschinenhaus in ein Doppelwohnhaus für Betriebsangehörige umgebaut.
Das Fachwerkhaus ist aus dünnen Balken rein funktional gebaut und mit Backstein ausgefacht. Beim Umbau zum Doppelhaus erhielt der eineinhalbgeschossige Bau mit Satteldach an der Längsseite einen massiven Vorbau. Zwei Fenster an den Giebelseiten sorgen für Licht im Obergeschoss.
(Alexander Kierdorf, BGV Rhein-Berg, 2025 /überarbeitete Version des Eintrags zum Objekt in der Fachanwendung KuLaDig; Lea Recken/ LVR-Abteilung Digitales Kulturerbe, 2025)
Im August 1839 stieß der Schacht auf den horizontal vorgetriebenen Frühlingsstollen. Bis 1842 wurde jedoch kein nennenswertes Erzvorkommen entdeckt. Deswegen wurde vier Jahre später ein zweiter Frühlingsstollen (später Auguststollen genannt) angelegt und ein Jahr später durch eine Aufbereitungsanlage für das gefundene Erz ergänzt.
Der ursprüngliche Frühlingsstollen brach zusammen und wurde stillgelegt. In den 1930er Jahren wurde der Stollen neu angelegt, um einen noch verbliebenen Teil der Erzlagerstätte zu erschließen. Dafür wurde nochmals der Frühlingsschacht genutzt. 1948 war die Lagerstätte schließlich erschöpft und der Schacht wurde verfüllt. Das vermutlich hölzerne, verkleidete Fördergerüst wurde abgebrochen und das davon westlich gelegene Maschinenhaus in ein Doppelwohnhaus für Betriebsangehörige umgebaut.
Das Fachwerkhaus ist aus dünnen Balken rein funktional gebaut und mit Backstein ausgefacht. Beim Umbau zum Doppelhaus erhielt der eineinhalbgeschossige Bau mit Satteldach an der Längsseite einen massiven Vorbau. Zwei Fenster an den Giebelseiten sorgen für Licht im Obergeschoss.
(Alexander Kierdorf, BGV Rhein-Berg, 2025 /überarbeitete Version des Eintrags zum Objekt in der Fachanwendung KuLaDig; Lea Recken/ LVR-Abteilung Digitales Kulturerbe, 2025)