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Pfarrkirche Sankt Pankratius in Weilerswist-Lommersum
Was ihr entdecken könnt
Die Kirche Sankt Pankratius in Lommersum geht im Kern auf einen Kirchenbau aus dem 12. Jahrhundert zurück. Seit 1136 ist sie als Pfarrkirche bezeugt.
Auf einer Anhöhe innerhalb des ummauerten Friedhofs steht die dreischiffige Pfeilerbasilika aus weiß geschlämmtem Bruchsteinmauerwerk, deren Kern aus dem 12. Jahrhundert stammt. Seit 1136 ist das Gotteshaus als Pfarrkirche bezeugt. Der sich deutlich davon absetzende unverputzte Westturm aus Bruchsteinen und Ziegel stammt von 1597. Seitdem gab es verschiedene An- und Umbauten bis in die 1960er Jahre, die das heutige Erscheinungsbild bedingen. Aufgrund des Bevölkerungswachstums wurden ab 1839 das Langhaus und der Chor um zwei Joche erweitert.
Die verwitwete Herzogin Jutta von Niederländisch-Limburg schenkte 1152 St. Pankratius, das zur Herrschaft Lommersum gehörte, der Augustinerabtei Niederrath/Rolduc in den Niederlanden. Über Erbfolgen wurde die Herrschaft Lommersum 1522 ein Teil der spanischen Krone, da sie zu den Spanischen Niederlanden zugeschlagen wurde.
Die Kirche ist dem heiligen Pankratius (um 290-um 304) geweiht, einem römischen Märtyrer der frühen christlichen Kirche. Sein Gedenktag ist der der 12. Mai. Trotz seiner zwischenzeitlichen Anbindung an Spanien gemahnte Pankratius stets an den Frost am 12. Mai.
Matronenstein
Eine Sammlung lateinischer Inschriften aus dem frühen 17. Jahrhundert vermerkte schon einen in der Pfarrkirche von Lommersum vermauerten römischen Matronenstein. Ihr verdanken wir den Nachweis der heute verlorenen lateinischen Inschrift. Übersetzt steht dort: „Caius Pulmilenus löste sein den Matronae Romanehae gegebenes Versprechen freudig und nach Gebühr ein.“
Der lange verschollene Stein wurde erst im 20. Jahrhundert unter Putz wiederentdeckt. Nur noch die stets in Dreizahl auftretenden Muttergottheiten sind als Relief erkennbar. Die Inschrift ist inzwischen verwittert. Matronen wurden schon von Kelten und Germanen verehrt, aber erst die Römer bildeten sie auf Weihesteinen ab.
Ob der ebenfalls in der Kirche stehende steinerne Raubvogel mit Attributen eines Legionsadlers aus römischer Zeit stammt, oder im Mittelalter nach antikem Vorbild gestaltet wurde, ist unbekannt.
Baudenkmal
Die Pfarrkirche St. Pankratius mit dem ehemaligen Friedhof ist eingetragenes Baudenkmal (Gemeinde Weilerswist Nr. 7; LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland, Obj.-Nr. 2764)
(Hans-Gerd Dick, Stadt Zülpich und Iris Hofmann-Kastner, Römerthermen Zülpich, 2023/2025)
Die verwitwete Herzogin Jutta von Niederländisch-Limburg schenkte 1152 St. Pankratius, das zur Herrschaft Lommersum gehörte, der Augustinerabtei Niederrath/Rolduc in den Niederlanden. Über Erbfolgen wurde die Herrschaft Lommersum 1522 ein Teil der spanischen Krone, da sie zu den Spanischen Niederlanden zugeschlagen wurde.
Die Kirche ist dem heiligen Pankratius (um 290-um 304) geweiht, einem römischen Märtyrer der frühen christlichen Kirche. Sein Gedenktag ist der der 12. Mai. Trotz seiner zwischenzeitlichen Anbindung an Spanien gemahnte Pankratius stets an den Frost am 12. Mai.
Matronenstein
Eine Sammlung lateinischer Inschriften aus dem frühen 17. Jahrhundert vermerkte schon einen in der Pfarrkirche von Lommersum vermauerten römischen Matronenstein. Ihr verdanken wir den Nachweis der heute verlorenen lateinischen Inschrift. Übersetzt steht dort: „Caius Pulmilenus löste sein den Matronae Romanehae gegebenes Versprechen freudig und nach Gebühr ein.“
Der lange verschollene Stein wurde erst im 20. Jahrhundert unter Putz wiederentdeckt. Nur noch die stets in Dreizahl auftretenden Muttergottheiten sind als Relief erkennbar. Die Inschrift ist inzwischen verwittert. Matronen wurden schon von Kelten und Germanen verehrt, aber erst die Römer bildeten sie auf Weihesteinen ab.
Ob der ebenfalls in der Kirche stehende steinerne Raubvogel mit Attributen eines Legionsadlers aus römischer Zeit stammt, oder im Mittelalter nach antikem Vorbild gestaltet wurde, ist unbekannt.
Baudenkmal
Die Pfarrkirche St. Pankratius mit dem ehemaligen Friedhof ist eingetragenes Baudenkmal (Gemeinde Weilerswist Nr. 7; LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland, Obj.-Nr. 2764)
(Hans-Gerd Dick, Stadt Zülpich und Iris Hofmann-Kastner, Römerthermen Zülpich, 2023/2025)