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Stadtmauer der Zollfeste Zons


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Die Stadtmauern der Feste Zons wurden von 1372 bis 1388 wegen zunehmender Konflikte zwischen den Neusser Bürgern und dem Erzbischof von Köln sowie der Verlagerung des Rheinzolls von Neuss nach Zons errichtet.

1372 wurde der Einnahmeort des Rheinzolls durch den Kölner Erzbischof Friedrich III. von Saarwerden von Neuss nach Zons verlegt. Generell wurden Rheinzölle auf Waren erhoben, die mit dem Schiff transportiert wurden. Zollfeste bedurften stets eines guten Schutzes. Deshalb und wegen zunehmender Konflikte zwischen Zons und Neuss, wurde zwischen 1372 und 1388 eine Stadtmauer um die Feste Zons errichtet. Sie besteht aus Tuff, Basalt, Feldbrandziegeln und Trachyt und bietet heute vielen verschiedenen Pflanzen- und Tierarten einen Lebensraum.
Noch heute sind weite Teile dieser mittelalterlichen Stadtmauer beinahe unversehrt erhalten und umgeben die Zonser Altstadt.

Die Stadtmauer verläuft annähernd viereckig um die Altstadt herum, die Mauerecken sind nach den vier Himmelsrichtungen ausgerichtet und schließen jeweils in einem Eckturm ab. Die vier Türme dienten sowohl als Wehr- als auch als Wachtürme: Der Krötschenturm an der Nordwestseite, der Rheinturm im Nordosten, der Schlossturm im Südosten und der Mühlenturm im Südwesten.
Auch wenn die meisten Mauerteile freistehen, sind einige Bereiche in Turm- oder Hauswände integriert, wie etwa bei dem Mühlen- oder Krötschenturm. Zusätzlich zum Krötschenturm wurden an der Nordwestseite der Stadtmauer entlang der Mauerstraße drei Wachhäuschen auf der Mauer errichtet. Zudem befinden sich an der östlichen Stadtmauer zwei sogenannte Pfefferbüchsen. Diese achteckigen Türmchen dienten ebenfalls als Wachtürme.
1784 wurde die Ostmauer beim größten bekannten Rheinhochwasser zerstört. Hier führte bis zur Rheinverlagerung der Schiffhandelsweg vorbei.

Außerdem sind in der Mauer in regelmäßigen Abständen Schießscharten zu finden.

Noch bis Mitte des 19. Jahrhunderts verfügte die Stadtmauer - neben dem bei Burg Friedestrom stehenden Südtor und dem Rheintor im Norden- über ein Doppeltor in der Westmauer. Das sogenannte Feldtor wurde allerdings zwischen 1833 und 1842 zugunsten eines besseren Verkehrsflusses entfernt.

Insgesamt war die Stadtmauer von einem vorgelagerten Wassergraben umgeben, der dem weiteren Schutz der Zollfeste diente. Noch immer sind an manchen Stellen, wie etwa an der Mauer vor der Windmühle im Südwesten, die einstigen Wassergräben als Vertiefungen in der Erde zu erkennen.

(Lea Recken, LVR-Abteilung Digitales Kulturerbe, 2025)


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