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Krötschenturm in Zons


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Im Nordwesten der Zollfeste Zons steht, integriert in die Ecke der Stadtmauer, der Krötschenturm. Als Turmrückwand dient die Westmauer und unmittelbar an seine westliche Seite schließt ein Wohnhaus an. Im Laufe der Zeit wurde der Turm unterschiedlich genutzt.

Im Nordwesten der Zollfeste Zons steht, integriert in die Ecke der Stadtmauer, der Krötschenturm. Als Turmrückwand dient die Westmauer und unmittelbar an seine westliche Seite schließt ein Wohnhaus an. Im Laufe der Zeit wurde der Turm unterschiedlich genutzt. Anhand seines guten Erhaltungszustandes ist sein Zweck als massiver Defensivkampfturm noch deutlich zu erkennen. Allerdings diente er zeitweise auch als Gefängnis bzw. Verlies, oder auch als Speicher. Heute beherbergt er das Falknereimuseum.

Im oberen Teil des Turms befinden sich drei große, zugemauerte Fensteröffnungen. Ursprünglich waren die Öffnungen, die sich im Inneren in tiefliegenden Nischen befinden, mit stabilen Läden verschlossen. Im Verteidigungsfall konnten sie einen Schützen und seinen Helfer aufnehmen, weshalb der Krötschenturm als Schützen- und Verteidigungsturm der nördlichen und westlichen Stadtmauer diente. Im Verteidigungsfall konnten darin sowohl ein Schütze als auch sein Helfer Platz finden. Der Krötschenturm war somit der Schützen- und Verteidigungsturm der nördlichen und westlichen Stadtmauer. Dies wird auch bei den Schießscharten im unteren Geschoss deutlich, in denen Aussparungen vorhanden sind, die als dauerhafte Auflagen für eine Armbrustbasis dienten.
In seiner Funktion als Verteidigungsturm verfügte er im oberen Geschoss zudem über zwei schmale Durchgänge, die zu den beiden Wehrgängen führten und durch massive Türen verschlossen werden konnten. Allerdings sind auch diese heute zugemauert.

Laut volkstümlichen Überlieferungen sollen während der zwei großen Pestwellen im 17. Jahrhundert pestkranke Personen im Krötschenturm isoliert worden sein, um Ansteckungen zu vermeiden. Immer wieder wird darauf verwiesen, dass aus dieser Zeit auch der Name des Turmes stammt: Denn in der rheinischen Mundart wird der Begriff „krötsch“ für kranke Personen verwendet, woraus sich folgend die Bezeichnung „Krötschenturm“ abgeleitet haben könnte.
Wahrscheinlicher ist allerdings, dass sich Krötschenturm von dem ursprünglichen Namen „Creutzthurm“ ableitet, also Kreuzturm. Daraus wurde erst „Creutzsch“-Turm, bevor er seinen heutigen Namen „Krötschenturm“ erhielt. Bestärkt wird diese Annahme dadurch, dass die Gärten, die den Turm außerhalb der Stadtmauern umgeben, noch heute als Kreuzgärten in den Flurbüchern geführt werden.

Hinweis
Der Krötschenturm ist als Teil der Stadtbefestigung Zons eingetragenes Baudenkmal (Denkmal Nr. 2.06).

(Lea Recken, Digitales Kulturerbe LVR, 2025)


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