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Burgfriedhof auf dem Godesberg


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Der nahe der Godesburg am Südwesthang des Godesbergs gelegene Burgfriedhof entstand ab 1805 mit der Neubildung der Pfarrei Alt Godesberg. Er wurde mehrfach erweitert und erhielt somit sein heutiges terrassenförmiges Erscheinungsbild auf einer Größe von über fünf Hektar.

Der Burgfriedhof entstand zwischen 1805 und 1806, laut seinem Eintrag in der Denkmalliste der Stadt Bonn ab 1807, am Südwesthang des Godesbergs unterhalb der Ruine der 1583 zerstörten Godesburg. Zuvor waren die Godesberger Verstorbenen in Rüngsdorf bestattet worden, da Godesberg jahrhundertelang zur dortigen Pfarrei gehörte. Mit der Neuordnung der Pfarreien im Zuge der französischen Besatzung wurden Muffendorf, Schweinheim, Marienforst und Bad Godesberg zu einer Pfarrei zusammengefasst. Zunächst diente die Michaelskapelle nahe des Burgfriedhofs als Pfarrkirche, ab 1862 wurde sie durch die neuerrichtete, am Fuß des Godesbergs gelegene Kirche Sankt Marien abgelöst.

Nach der Gräberordnung von 1899 wurden die Toten auf dem Burgfriedhof in Reihengräbern unabhängig von ihrer Konfession bestattet. Die Gestaltung der Grabmale oblag den Familien, wobei die Wohlhabenderen sich große Privatgrabstätten mit Mausoleen oder prächtigen Mehrgenerationengräbern leisten konnten. Diese prägen bis heute das Erscheinungsbild des Burgfriedhofs.

Mehrere Erdrutsche machten von der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis in die 1920er Jahre teilweise Umbettungen notwendig. Zwischen 1888 und 1913 wurde der Friedhof von etwa 5000 Quadratmetern auf fünf Hektar vergößert, da die Bad Godesberger Bevölkerung stark wuchs. So erhielt der Bestattungsplatz seine terrassenförmig angelegten Ebenen. 1889 entstanden zudem eine Trauerhalle und eine Wohnung für den Friedhofsverwalter.
Als der Burgfriedhof in den 1920er Jahren nicht mehr erweitert werden konnte, wurde zwischen 1924 und 1925 der Zentralfriedhof am Hochkreuz angelegt.

Mitglieder zahlreicher prominenter Godesberger Familien haben ihre letzte Ruhe auf dem Burgfriedhof gefunden, häufig in den bereits erwähnten markanten Privatgrabstätten. Bereits von Weitem zu sehen ist zum Beispiel das achteckige Mausoleum mit Kuppel und Verzierungen im maurischen Stil des aus Barcelona stammenden Bankiers Dr. Guier, das seit 1952 auch für Trauerfeiern genutzt wird. Aufgrund ihrer Größe und Gestaltung im Jugendstil fällt außerdem die Grabstätte der Familie Dernen und von Wittgenstein auf.

Auf dem Burgfriedhof befinden sich des Weiteren eine jüdische Abteilung sowie eine Kriegsgräberstätte mit 70 Gefallenen des Ersten Weltkriegs.

(Antonia Frinken, LVR-Abteilung Digitales Kulturerbe, 2025)


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