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Naturschutzgebiet Hardt in Bergisch Gladbach
Was ihr entdecken könnt
Das Naturschutzgebiet Hardt (GL-066) beherbergt ein über 160 Hektar großes Waldgebiet zwischen den Stadtteilen Heidkamp, Sand und Bensberg der Stadt Bergisch Gladbach.
Das Naturschutzgebiet Hardt beherbergt ein über 160 Hektar großes Waldgebiet zwischen den Stadtteilen Heidkamp, Sand und Bensberg der Stadt Bergisch Gladbach. Die Hardt befindet sich im Besitz des Landes Nordrhein-Westfalen und wird vom Landesbetrieb Wald und Holz NRW betreut.
Natur und Bergbau
Das Naturschutzgebiet ist wegen seiner vielfältigen Waldkulissen festgelegt worden. Die früheren Fichtenbestände sind weitgehend dem Borkenkäfer-Fraß zum Opfer gefallen, so dass sich die Hardt heute in weiten Teilen als Laubwald mit verschiedenen Baumarten unterschiedlichen Alters, darunter Buche und Eiche, darstellt.
Der Weg vom früheren Steigerhaus der Grube Blücher, heute das Naturfreundehaus Hardt mit Einkehrmöglichkeit, führt direkt über einen breiten Schotterweg am durch eisenhaltige Erzrückstände verfärbten Roten Bach vorbei hinunter zum Lerbach. An den Böschungen entlang des Weges befinden sich alte Halden. Diese Hügel entstanden, weil beim Bergbau das nicht benötigte, aber metallhaltige Gestein dort abgelagert wurde. Hier siedeln sich nur ganz bestimmte Pflanzenarten an, die mit diesem Untergrund zurechtkommen. Vielen Bäumen fällt es dadurch schwer, in gewohnter Weise ihre Wuchskraft zu entfalten.
Der Lerbach als Teil der Hardt
Der auf der Talsohle am Spielplatz vorbeifließende Lerbach entspringt einige hundert Meter entfernt. Er ist ein kleines Gewässer, das aber beständig Wasser führt und bei länger anhaltendem Regen im besiedelten Bereich durchaus über seine Ufer treten kann. Der Bach mündet in Gronau im Bereich der früheren Kaufhalle in die Strunde.
Da keine künstlichen Bauwerke vorhanden sind, kann sich der Bach seinen Weg so suchen, wie es die Wassermenge und die Dynamik der Wasserkraft erlauben. Dies kann durchaus auch dazu führen, dass kleinere mit Bäumen bewachsene Inseln entstehen.
Außerdem bilden sich entlang des Lerbachs aufgrund der Gewässerdynamik Feuchtstellen, kleine Kolke - mit Wasser gefüllte Aushöhlungen im Boden. In den hier wachsenden Röhrichtpflanzen finden unter anderem Amphibien Lebensraum und Vögel Nahrung.
Aufgrund der steilen Böschungen findet auch immer wieder Hangwasser den Weg ins Tal, so dass diese Feuchtbereiche auch in warmen Sommern immer noch über genügend Nässe verfügen.
(Mark vom Hofe, BGV Rhein-Berg und Bergischer Naturschutzverein, 2025 / gekürzte Version des Eintrags zum Objekt in der Fachanwendung KuLaDig; Lea Recken / LVR-Abteilung Digitales Kulturerbe, 2025)
Natur und Bergbau
Das Naturschutzgebiet ist wegen seiner vielfältigen Waldkulissen festgelegt worden. Die früheren Fichtenbestände sind weitgehend dem Borkenkäfer-Fraß zum Opfer gefallen, so dass sich die Hardt heute in weiten Teilen als Laubwald mit verschiedenen Baumarten unterschiedlichen Alters, darunter Buche und Eiche, darstellt.
Der Weg vom früheren Steigerhaus der Grube Blücher, heute das Naturfreundehaus Hardt mit Einkehrmöglichkeit, führt direkt über einen breiten Schotterweg am durch eisenhaltige Erzrückstände verfärbten Roten Bach vorbei hinunter zum Lerbach. An den Böschungen entlang des Weges befinden sich alte Halden. Diese Hügel entstanden, weil beim Bergbau das nicht benötigte, aber metallhaltige Gestein dort abgelagert wurde. Hier siedeln sich nur ganz bestimmte Pflanzenarten an, die mit diesem Untergrund zurechtkommen. Vielen Bäumen fällt es dadurch schwer, in gewohnter Weise ihre Wuchskraft zu entfalten.
Der Lerbach als Teil der Hardt
Der auf der Talsohle am Spielplatz vorbeifließende Lerbach entspringt einige hundert Meter entfernt. Er ist ein kleines Gewässer, das aber beständig Wasser führt und bei länger anhaltendem Regen im besiedelten Bereich durchaus über seine Ufer treten kann. Der Bach mündet in Gronau im Bereich der früheren Kaufhalle in die Strunde.
Da keine künstlichen Bauwerke vorhanden sind, kann sich der Bach seinen Weg so suchen, wie es die Wassermenge und die Dynamik der Wasserkraft erlauben. Dies kann durchaus auch dazu führen, dass kleinere mit Bäumen bewachsene Inseln entstehen.
Außerdem bilden sich entlang des Lerbachs aufgrund der Gewässerdynamik Feuchtstellen, kleine Kolke - mit Wasser gefüllte Aushöhlungen im Boden. In den hier wachsenden Röhrichtpflanzen finden unter anderem Amphibien Lebensraum und Vögel Nahrung.
Aufgrund der steilen Böschungen findet auch immer wieder Hangwasser den Weg ins Tal, so dass diese Feuchtbereiche auch in warmen Sommern immer noch über genügend Nässe verfügen.
(Mark vom Hofe, BGV Rhein-Berg und Bergischer Naturschutzverein, 2025 / gekürzte Version des Eintrags zum Objekt in der Fachanwendung KuLaDig; Lea Recken / LVR-Abteilung Digitales Kulturerbe, 2025)