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Alte Erzaufbereitung der Grube Blücher
Was ihr entdecken könnt
Klärteiche, Dämme und Halden der Erzaufbereitung der Grube Blücher.
Im heutigen Naturschutzgebiet Hardt befinden sich Reste von ehemaligen Klärteichen, Dämmen und Halden der Erzaufbereitung der ehemaligen Grube Blücher.
Möglicherweise wurden schon im 18. Jahrhundert im Bereich des heutigen Grillplatzes vor den Klärteichen Erz verhüttet. Funde von Schlacke und Keramik lassen dies vermuten. Hierbei wurde womöglich auch die Wasserkraft des Hölzerbachs genutzt, wie der Lerbach zu dieser Zeit genannt wurde.
Das Wasser des Baches wurde in dieser frühindustriellen Erzaufbereitung für mechanische Anlagen genutzt, in denen das Erz zerkleinert und sortiert wurde. Dazu gehörten unter anderem ein Erzwalzwerk mit oberschlächtigem Wasserrad, Spülwaschtischen und Setzsieben. Bei einem oberschlächtigen Wasserrad trifft das Wasser von oben auf das Rad, um es anzutreiben.
Heute sind im Geländebild noch ein kräftiger Damm und Reste eines mutmaßlichen Obergrabens sichtbar. Dieser scheint einen Teil des Bachwassers nördlich am Stauteich vorbei geleitet zu haben.
In diesem Bereich der Klärteiche mündete auch der alte Napoleon-Stollen, der noch in Handarbeit aufgefahren worden war. Das Stollenmundloch wird heute von der Halde des Maschinenschachtes überlagert. Auf einem alten Grubenriss, einem gezeichneten Plan, ist vor dem Stollen ein als „Zechenhaus“ bezeichnetes Gebäude eingetragen. Über den planierten Platz verläuft heute der Rote Bach, der aus dem sogenannten Wetterschacht, dem Luftschacht der Grube Blücher austritt.
Im März 1855 erhielten die Gruben Blücher und Napoleon die königliche Erlaubnis, hier am Lerbach eine Erzaufbereitungsanstalt zu betreiben.
Bereits ab Februar 1860 wurde für die gesteigerte Produktion eine modernere Aufbereitung im oberen Hangbereich errichtet, die bis 1864 schrittweise ausgebaut wurde. Die alte Anlage diente nun nur noch als Klärteich. Die darin gesammelten metallhaltigen Schlammrückstände wurden ab 1931 abtransportiert und in der modernen Aufbereitungsanlage der Grube Weiß verarbeitet. Für den Abtransport wurde ein Schrägaufzug angelegt, der hangaufwärts in den Bereich des Steigerhauses und der dortigen Straße führte.
(Peter Schönfeld, BGV Rhein-Berg, 2024 / gekürzte Version des Eintrags zum Objekt in der Fachanwendung KuLaDig; Lea Recken / LVR-Abteilung Digitales Kulturerbe, 2025)
Möglicherweise wurden schon im 18. Jahrhundert im Bereich des heutigen Grillplatzes vor den Klärteichen Erz verhüttet. Funde von Schlacke und Keramik lassen dies vermuten. Hierbei wurde womöglich auch die Wasserkraft des Hölzerbachs genutzt, wie der Lerbach zu dieser Zeit genannt wurde.
Das Wasser des Baches wurde in dieser frühindustriellen Erzaufbereitung für mechanische Anlagen genutzt, in denen das Erz zerkleinert und sortiert wurde. Dazu gehörten unter anderem ein Erzwalzwerk mit oberschlächtigem Wasserrad, Spülwaschtischen und Setzsieben. Bei einem oberschlächtigen Wasserrad trifft das Wasser von oben auf das Rad, um es anzutreiben.
Heute sind im Geländebild noch ein kräftiger Damm und Reste eines mutmaßlichen Obergrabens sichtbar. Dieser scheint einen Teil des Bachwassers nördlich am Stauteich vorbei geleitet zu haben.
In diesem Bereich der Klärteiche mündete auch der alte Napoleon-Stollen, der noch in Handarbeit aufgefahren worden war. Das Stollenmundloch wird heute von der Halde des Maschinenschachtes überlagert. Auf einem alten Grubenriss, einem gezeichneten Plan, ist vor dem Stollen ein als „Zechenhaus“ bezeichnetes Gebäude eingetragen. Über den planierten Platz verläuft heute der Rote Bach, der aus dem sogenannten Wetterschacht, dem Luftschacht der Grube Blücher austritt.
Im März 1855 erhielten die Gruben Blücher und Napoleon die königliche Erlaubnis, hier am Lerbach eine Erzaufbereitungsanstalt zu betreiben.
Bereits ab Februar 1860 wurde für die gesteigerte Produktion eine modernere Aufbereitung im oberen Hangbereich errichtet, die bis 1864 schrittweise ausgebaut wurde. Die alte Anlage diente nun nur noch als Klärteich. Die darin gesammelten metallhaltigen Schlammrückstände wurden ab 1931 abtransportiert und in der modernen Aufbereitungsanlage der Grube Weiß verarbeitet. Für den Abtransport wurde ein Schrägaufzug angelegt, der hangaufwärts in den Bereich des Steigerhauses und der dortigen Straße führte.
(Peter Schönfeld, BGV Rhein-Berg, 2024 / gekürzte Version des Eintrags zum Objekt in der Fachanwendung KuLaDig; Lea Recken / LVR-Abteilung Digitales Kulturerbe, 2025)