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Versuchsstollen "Bärenhöhle" in der Hardt


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Bei dem unter dem Namen "Bärenhöhle" bekannten Mundloch in der Hardt handelt es sich tatsächlich um einen Versuchsstollen des 19. Jahrhunderts.

Auf der Halde des Maschinenschachtes der Grube Blücher befindet sich heute der große Wanderparkplatz des Naturfreundehauses Hardt. Nach Osten verläuft von dort ein Weg auf einem aus Haldenmaterial angeschütteten Damm über das benachbarte Bachtal. Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich am unteren Hang ein gut einsehbares Stollenmundloch, das unter dem täuschenden Namen „Bärenhöhle“ bekannt ist.

Tatsächlich handelt es sich dabei aber um einen Versuchsstollen des 19. Jahrhunderts. In welchem Jahr dieser mit Sprengstoff in den Berg getrieben wurde, ist nicht bekannt. So wurde untersucht, ob unter einem am oberen Hang liegenden Pingenzug noch Erze vorhanden waren. Da dies nicht der Fall war, wurden die Arbeiten nach knapp 20 Metern eingestellt. Der Stollen zieht zunächst etwa 12 Meter gerade in den Berg und knickt dann leicht nach rechts ab. Dort endet er nach etwa 7,5 weiteren Metern direkt unter der ersten Pinge des obertägig noch gut erkennbaren Altbergbaus.

Da der Stollen im festen Gestein stabil stand, konnte er ohne weiteren Ausbau erhalten bleiben und erschien für die Lagerung von Sprengstoff geeignet. Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Stollen dafür mit Türen versehen, die nach dem Betriebsende der Grube Blücher wieder ausgebaut wurden. Nach Stilllegung des Bergbaus und Aufgabe des Depots geriet der Ursprung des Stollens in Vergessenheit. Dieser wurde nun fälschlich als Bärenhöhle bezeichnet, ein Name der sogar auf amtlichen Karten eingetragen wurde. Der bis heute vollständig erhalten gebliebene Stollen stellt das einzige noch frei zugängliche Zeugnis des untertägigen Bergbaus im Bensberger Revier dar.

Aktueller Hinweis
Momentan kann die „Bärenhöhle“ aufgrund von Absicherungsmaßnahmen leider nicht betreten werden (Stand März 2025).

(Peter Schönfeld, BGV Rhein-Berg, 2024 / gekürzte Version des Eintrags zum Objekt in der Fachanwendung KuLaDig; Lea Recken / LVR-Abteilung Digitales Kulturerbe, 2025)


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