spot
Senfmühle Monschau
Was ihr entdecken könnt
Die Geschichte der historischen Senfmühle Monschau, in der bereits in der fünften und sechsten Generation der "Moutarde de Montjoie" – der Monschauer Senf – im aktiven handwerklichen Betrieb hergestellt wird, beginnt vor über 140 Jahren.
Seit der Aufnahme der Produktion 1883 wird in der Monschauer Senfmühle der Moutarde de Montjoie - der Monschauer Senf - hergestellt. Das Unternehmen ist bis heute ein Familienbetrieb.
Die Anfänge: Clemens August und Heinrich Breuer
1882 errichteten die Gebrüder Breuer im Monschauer Ortskern eine Senfmühle, die im Jahr darauf den Betrieb aufnahm. Heinrich Breuer kümmerte sich um den Vertrieb, während sein Bruder Clemens August Breuer, eigentlich Bau- und Kunstschlosser, die Produktion betreute. Tatsächlich wurde der Senf von Clemens Augusts Ehefrau nach der „Düsseldorfer Methode“ im Wohnhaus in der Kirchstraße 105 hergestellt. Zum Mahlen der Senfkörner nutzte sie eine von einem Wasserrad angetriebene Mühle.
Das Geschäft blühte: Ab 1895 konnten die Produktionsmengen dank der Dampfsenffabrikation gesteigert und der örtliche Handel damit beliefert werden. Clemens August arbeitete weiterhin als Schlosser und konnte sein Unternehmen zudem um eine Reparaturwerkstatt für Autos und Fahrräder sowie den Vertrieb weiterer Lebensmittel erweitern.
Die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts: Emil-Bruno Breuer
1909 stieg Clemens August Breuers Sohn Emil-Bruno ins Geschäft ein und erweiterte den Betrieb um eine „Fabrik alkoholfreier Getränke“. Neben Sprudelwasser wurden hier auch verschiedene Limonaden produziert, die als „Squatsch“, „Squahs“ oder „Quash“ vermarktet, im Volksmund allerdings als „Quatsch“ bezeichnet wurden.
Emil-Bruno modernisierte zudem die Senfproduktion und entwickelte neue Sorten. Inzwischen wurde der Monschauer Senf in Belgien, der Eifel und dem Rheinland nachgefragt. Während des Zweiten Weltkriegs konnte die Produktion aufrechterhalten werden, da Senf als wirtschaftswichtiges Lebensmittel anerkannt war und der Lieferwagen daher nicht beschlagnahmt werden konnte. 1947 stieg Emil-Brunos Sohn Clemens August in den Betrieb ein.
Nach dem Zweiten Weltkrieg bis heute: Guido Emil Breuer und seine Tochter Ruth
Nach dem Zweiten Weltkrieg sank die Nachfrage nach Senf und neue Gewürze wurden beliebter. Clemens August Breuer junior baute daher die Getränkeproduktion aus. 1952 bezog der Betrieb den heutigen Standort, eine ehemalige Tuchfabrikationsmühle im Laufenbach. Der hiesige Gebäudekomplex wurde mehrfach erweitert.
Clemens August juniors Sohn Guido Emil betrieb auf dem Firmengelände das „Monschauer Weinkontor“ mit Weinen aus der Moselregion. Da sich die Eigenproduktion nicht mehr lohnte, wurden ab 1976 keine Limonaden mehr hergestellt. Stattdessen konzentrierte sich Gudio Emil Breuer erneut auf die Senfherstellung und bot Eifeler Produkte an.
1998 wurde auf dem Firmengelände ein Restaurant eröffnet. Es werden noch immer verschiedene Senfsorten und Spirituosen vertrieben. Im Rahmen von Veranstaltungen und Führungen wird den Besuchenden die Senfherstellung nahegebracht.
(Antonia Frinken, LVR-Abteilung Digitales Kulturerbe, 2025)
Die Anfänge: Clemens August und Heinrich Breuer
1882 errichteten die Gebrüder Breuer im Monschauer Ortskern eine Senfmühle, die im Jahr darauf den Betrieb aufnahm. Heinrich Breuer kümmerte sich um den Vertrieb, während sein Bruder Clemens August Breuer, eigentlich Bau- und Kunstschlosser, die Produktion betreute. Tatsächlich wurde der Senf von Clemens Augusts Ehefrau nach der „Düsseldorfer Methode“ im Wohnhaus in der Kirchstraße 105 hergestellt. Zum Mahlen der Senfkörner nutzte sie eine von einem Wasserrad angetriebene Mühle.
Das Geschäft blühte: Ab 1895 konnten die Produktionsmengen dank der Dampfsenffabrikation gesteigert und der örtliche Handel damit beliefert werden. Clemens August arbeitete weiterhin als Schlosser und konnte sein Unternehmen zudem um eine Reparaturwerkstatt für Autos und Fahrräder sowie den Vertrieb weiterer Lebensmittel erweitern.
Die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts: Emil-Bruno Breuer
1909 stieg Clemens August Breuers Sohn Emil-Bruno ins Geschäft ein und erweiterte den Betrieb um eine „Fabrik alkoholfreier Getränke“. Neben Sprudelwasser wurden hier auch verschiedene Limonaden produziert, die als „Squatsch“, „Squahs“ oder „Quash“ vermarktet, im Volksmund allerdings als „Quatsch“ bezeichnet wurden.
Emil-Bruno modernisierte zudem die Senfproduktion und entwickelte neue Sorten. Inzwischen wurde der Monschauer Senf in Belgien, der Eifel und dem Rheinland nachgefragt. Während des Zweiten Weltkriegs konnte die Produktion aufrechterhalten werden, da Senf als wirtschaftswichtiges Lebensmittel anerkannt war und der Lieferwagen daher nicht beschlagnahmt werden konnte. 1947 stieg Emil-Brunos Sohn Clemens August in den Betrieb ein.
Nach dem Zweiten Weltkrieg bis heute: Guido Emil Breuer und seine Tochter Ruth
Nach dem Zweiten Weltkrieg sank die Nachfrage nach Senf und neue Gewürze wurden beliebter. Clemens August Breuer junior baute daher die Getränkeproduktion aus. 1952 bezog der Betrieb den heutigen Standort, eine ehemalige Tuchfabrikationsmühle im Laufenbach. Der hiesige Gebäudekomplex wurde mehrfach erweitert.
Clemens August juniors Sohn Guido Emil betrieb auf dem Firmengelände das „Monschauer Weinkontor“ mit Weinen aus der Moselregion. Da sich die Eigenproduktion nicht mehr lohnte, wurden ab 1976 keine Limonaden mehr hergestellt. Stattdessen konzentrierte sich Gudio Emil Breuer erneut auf die Senfherstellung und bot Eifeler Produkte an.
1998 wurde auf dem Firmengelände ein Restaurant eröffnet. Es werden noch immer verschiedene Senfsorten und Spirituosen vertrieben. Im Rahmen von Veranstaltungen und Führungen wird den Besuchenden die Senfherstellung nahegebracht.
(Antonia Frinken, LVR-Abteilung Digitales Kulturerbe, 2025)