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Stadtmühle von Zons
Was ihr entdecken könnt
Die Stadtmühle, eine zylindrische Turmwindmühle, ist als Teil in der Süd-West-Ecke der Stadtmauer von Zons integriert.
An der Süd-West-Ecke der Stadtmauer befindet sich der unter Denkmalschutz stehende Mühlenturm, der auch Bärenmühle genannt wird. Es ist eine sogenannte Turmwindmühle. Die Mahlsteine werden also mit außen angebrachten Windmühlrädern betrieben.
Heute überragt der Turm mit seinen sieben Stockwerken die Mauer. Das war nicht immer so, wie gut zu erkennen ist: Denn nur die obersten zwei Etagen sind aus Ziegelsteinen gebaut. Als der Turm 1390 errichtet wurde, war er nur vier Stockwerke hoch und überragte die Mauer damit nur um zwei Etagen. Trotzdem kam dem Mühlenturm bei der Stadtverteidigung lediglich eine untergeordnete Funktion zu.
Der Turm schließt an einer Seite an ein Wohnhaus und auf der anderen Seite an die Stadtmauer an, über die er auch zugänglich ist. Lange Zeit war dies der einzige Zugang zur Mühle, da das ebenerdige Geschoss als Verlies diente.
In der Turmwand gibt es zwei übereinanderliegende Türen. Hier wurden keine Treppen vergessen, diese Türen führten zu den sogenannten Stein- und Mehlsöllern (den Stein- und Mehlboden). Hier wurden bis ins 17. Jahrhundert die Getreide- und Mehlsäcke über einen an den Außenmauern angebrachten Flaschenzug ins Innere transportiert.
Im Steinboden standen die Mahlsteine und im Mehlboden wurde das gemahlene Getreide gesammelt, gesiebt und gelagert. Im 17. Jahrhundert wurde schließlich ein Innenschacht für das Hoch- und Herablassen der Säcke gebaut.
Das hölzerne Mahlwerk von 1694 und die anderen Einrichtungen für den Mahlvorgang sind noch erhalten und wurden restauriert. Dazu gehören auch die von außen sichtbaren Segelgatterflügel, die nach dem Wind gedreht werden konnten.
In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde der Mühlturm um zwei weitere Stockwerke erhöht. Diese wurden aus Ziegelsteinen errichtet, weshalb sie sich optisch von der alten Mühle absetzen. Außerdem wurde der nun höhere Mühlenturm mit einer Galerie versehen, um die Windmühlenflügel weiterhin bedienen zu können. Das Verlies wurde zum Getreide- und Mehllager umfunktioniert. Im Zuge dessen wurde hier auch die ebenerdige Tür auf der Straße eingebaut. Sie ermöglicht den Zugang zur Mühle über das ehemalige Verlies.
Bis 1802 war die Mühle eine von Pächtern betriebene Bannmühle. Das heißt, die umliegenden Bauern waren verpflichtet, ihr Getreide ausschließlich dort mahlen zu lassen und dafür eine Abgabe zu leisten. Die Pachteinnahmen gingen an das Kölner Domkapitel. Im Zuge der Säkularisation wurde auch die Mühle als Domgut eingezogen und es entstanden neue Besitzverhältnisse. Von 1841 bis 1907 war die Mühle im Besitz der Familie Schmitz. Ab 1909 wurde die Mühle nicht mehr verwendet, da ein Sturm sie schwer beschädigt hatte. Erst 1940 wurde sie von der Stadt Zons gekauft und rund zehn Jahre später bis einschließlich 2000 wiederhergestellt und restauriert.
(Lea Recken, LVR-Abteilung Digitales Kulturerbe, 2025)
Heute überragt der Turm mit seinen sieben Stockwerken die Mauer. Das war nicht immer so, wie gut zu erkennen ist: Denn nur die obersten zwei Etagen sind aus Ziegelsteinen gebaut. Als der Turm 1390 errichtet wurde, war er nur vier Stockwerke hoch und überragte die Mauer damit nur um zwei Etagen. Trotzdem kam dem Mühlenturm bei der Stadtverteidigung lediglich eine untergeordnete Funktion zu.
Der Turm schließt an einer Seite an ein Wohnhaus und auf der anderen Seite an die Stadtmauer an, über die er auch zugänglich ist. Lange Zeit war dies der einzige Zugang zur Mühle, da das ebenerdige Geschoss als Verlies diente.
In der Turmwand gibt es zwei übereinanderliegende Türen. Hier wurden keine Treppen vergessen, diese Türen führten zu den sogenannten Stein- und Mehlsöllern (den Stein- und Mehlboden). Hier wurden bis ins 17. Jahrhundert die Getreide- und Mehlsäcke über einen an den Außenmauern angebrachten Flaschenzug ins Innere transportiert.
Im Steinboden standen die Mahlsteine und im Mehlboden wurde das gemahlene Getreide gesammelt, gesiebt und gelagert. Im 17. Jahrhundert wurde schließlich ein Innenschacht für das Hoch- und Herablassen der Säcke gebaut.
Das hölzerne Mahlwerk von 1694 und die anderen Einrichtungen für den Mahlvorgang sind noch erhalten und wurden restauriert. Dazu gehören auch die von außen sichtbaren Segelgatterflügel, die nach dem Wind gedreht werden konnten.
In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde der Mühlturm um zwei weitere Stockwerke erhöht. Diese wurden aus Ziegelsteinen errichtet, weshalb sie sich optisch von der alten Mühle absetzen. Außerdem wurde der nun höhere Mühlenturm mit einer Galerie versehen, um die Windmühlenflügel weiterhin bedienen zu können. Das Verlies wurde zum Getreide- und Mehllager umfunktioniert. Im Zuge dessen wurde hier auch die ebenerdige Tür auf der Straße eingebaut. Sie ermöglicht den Zugang zur Mühle über das ehemalige Verlies.
Bis 1802 war die Mühle eine von Pächtern betriebene Bannmühle. Das heißt, die umliegenden Bauern waren verpflichtet, ihr Getreide ausschließlich dort mahlen zu lassen und dafür eine Abgabe zu leisten. Die Pachteinnahmen gingen an das Kölner Domkapitel. Im Zuge der Säkularisation wurde auch die Mühle als Domgut eingezogen und es entstanden neue Besitzverhältnisse. Von 1841 bis 1907 war die Mühle im Besitz der Familie Schmitz. Ab 1909 wurde die Mühle nicht mehr verwendet, da ein Sturm sie schwer beschädigt hatte. Erst 1940 wurde sie von der Stadt Zons gekauft und rund zehn Jahre später bis einschließlich 2000 wiederhergestellt und restauriert.
(Lea Recken, LVR-Abteilung Digitales Kulturerbe, 2025)