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Barbarakreuz und Mariengrotte am Lüderich


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Was ihr entdecken könnt

Das 1997 auf der Spitze der Lüdericher Berghalde errichtete Barbarakreuz ist als Landmarke weithin sichtbar und wurde zum Gedenken an die Bergleute errichtet.

Auf der Lüdericher Berghalde, nördlich vom Hauptschacht der Grube Lüderich, wurde 1997 das Barbarakreuz als Landmarke errichtet. Mit seinen 15 Metern ist das aus Edelstahl bestehende Kreuz weithin sichtbar und ist dem Bergbau in der Region und den dort tätigen Bergleuten gewidmet. In seiner Nähe befindet sich ein ehemaliger Luftschutzbunker, der 2011 als Mariengrotte eingerichtet wurde.
Aufgrund der herrlichen Aussicht hat es sich zu einem beliebten Ausflugsziel und einem Wahrzeichen des Bergbaus auf dem Lüderich entwickelt. Am zweiten Sonntag im September finden jährlich Bergmessen am Kreuz statt.

Namensgeberin ist die heilige Barbara von Nikomedia. Sie wurde nach der christlichen Legende von ihrem Vater verfolgt und flüchtete dabei in einen wundersam geöffneten Felsen. Sie gilt deshalb seit dem Mittelalter als besondere Schutzpatronin der Bergleute.

Initiator des Projektes war Siegfried Raimann (1934 - 2024), der ab 1951 als Berglehrling einige Jahre auf der Grube Lüderich gearbeitet hatte und später Bürgermeister von Overath wurde. Im Ruhestand gehörte Raimann zu den besten Kennern und Vermittlern der heimischen Bergbau-Tradition. Er konnte dadurch die Kirchengemeinde Sankt Barbara in Overath-Steinenbrück für die Patenschaft und zahlreiche weitere Unterstützer und Sponsoren für das Projekt gewinnen. Die Einweihung erfolgte am 6. September 1997 durch den Kölner Weihbischof Klaus Dick.

Die Mariengrotte im alten Bunker
Auf dem Zuweg zum Barbarakreuz, etwa zweihundert Meter vor diesem, wurde auf Initiative von Uschi Eschbach (1957-2021) aus Steinenbrück eine Mariengrotte eingerichtet und am 1. Mai 2011 feierlich eingesegnet. Auch die Gottesmutter Maria gilt aufgrund ihrer Erscheinung in Grotten als eine weitere Schutzpatronin der Bergleute.
Die „Grotte“ befindet sich in einem ehemaligen Luftschutzbunker, der im Zweiten Weltkrieg für die Arbeiter der benachbarten Tagesanlagen am Hauptschacht angelegt wurde. Nach dem Krieg wurde der Schutzkeller als Übungsraum von der Grubenwehr genutzt.
Die Marienstatue steht in einem lichtdurchfluteten Schacht, Domschacht genannt, der früher zur Belüftung diente. Die Statue stammt aus Medjugorje in Bosnien, wo es wiederholt zu Marienerscheinungen gekommen sein soll.
Papst Franziskus erteilte den Initiatorinnen im Dezember 2016 den apostolischen Segen.

(Peter Schönfeld, BGV Rhein-Berg, 2025 /überarbeitete Version des Eintrags zum Objekt in der Fachanwendung KuLaDig; Lea Recken/ LVR-Abteilung Digitales Kulturerbe, 2025)


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