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Obersteigerhaus der Grube Castor in Loope


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Das ehemalige Obersteigerhaus liegt in unmittelbarer Nähe zur 1906 stillgelegten Grube Castor im Ortsteil Loope der Gemeinde Engelskirchen. Hier wohnte zur Zeit des Grubenbetriebes der Obersteiger, der ein Angestellter des Bergbauunternehmens war.

Das ehemalige Obersteigerhaus liegt in unmittelbarer Nähe der 1906 stillgelegten Grube Castor im Ortsteil Loope der Gemeinde Engelskirchen. Das Haus überragt den westlich benachbarten Zechenplatz am „Tiefen Stollen“. Hier wohnte zur Zeit des Grubenbetriebes, von 1853 bis 1906, der Obersteiger, der die Aufsicht über den Grubenbetrieb und die angegliederte Erzaufbereitung hatte und ein Angestellter des Bergbauunternehmens „Vieille Montagne“ war.

Das traufständige Fachwerkhaus - das bedeutet, dass die lange Seite des Daches und nicht der Giebel zur Straße zeigt - besitzt zwei hohe Vollgeschosse und steht auf einem massiven, nach hinten aus dem Hang herausragenden Sockel, der eine terrassenartige Verlängerung bildet.
Die Nordseite des Hauses und die Eingangsseite sind symmetrisch gestaltet, das heißt, beide Seiten sind spiegelbildlich aufgebaut. In der Mitte befindet sich der Eingang. Dieses Portal wurde später verkleinert. Auch die Fenster links und rechts davon wurden verändert: Ursprünglich waren sie wahrscheinlich hochrechteckig, heute sind sie breiter.

An der Vorderseite des Hauses und auch an der westlichen Giebelseite ist das Fachwerk sichtbar. Es ist zu erkennen, dass das Fachwerkgefüge an der Giebelseite nachträglich ergänzt wurde. Auffällig daran ist die x-förmige Verstrebung, die als Andreaskreuz bezeichnet werden.

Die Ost- und Südseite sind mit Asphalt-Tafeln in Riemchenoptik verkleidet, die wie kleine Ziegelstreifen aussehen. Möglicherweise verfügte das Haus früher über eine Zinkblechverkleidung, wie sie in Resten und vermutlich in Zweitverwendung noch am Haus Kastor 29a zu sehen ist.

Die hintere Südseite des Hauses, die Traufseite, hat drei gleichmäßig angeordnete Fensterachsen sowie eine Tür. Das bedeutet, dass die Fenster senkrecht übereinander beziehungsweise in einer Linie angeordnet sind. Auf der Ostseite befinden sich hingegen kleinere und unregelmäßig angeordnete Fenster. Das mittlere Fenster belichtet die Zwischenplattform einer Treppe. Die übrigen, paarweise angeordneten Fenster gehören vermutlich zu später etagenweise eingebauten Sanitärräumen (Bad und WC).

Am benachbarten Weg zum „Oberen Stollen“ befinden sich zwei weitere ursprüngliche Gebäude, die auf einem Plan der Grube von 1874 als „Arbeiterwohnung“ und „Aufseherwohnung“ eingetragen wurden. Das Aufseherhaus - heute Kastor Haus Nummer 6 - zeigt noch seine historische Fachwerkkonstruktion. Beim Arbeiterhaus - Haus Nummer 10 - ist diese seit einer kürzlich erfolgten Sanierung leider nicht mehr sichtbar.

(Alexander Kierdorf, BGV Rhein-Berg, 2026 nach Vorarbeit vom Bürger- und Verschönerungsverein Loope e. V. in Zusammenarbeit mit der Biologischen Station Oberberg, 2015. Erstellt im Rahmen des Projektes „Hecke, Hohlweg, Heimat - Kulturlandschaftsvermittlung analog und digital“. Ein Projekt im Rahmen des LVR-Netzwerks Landschaftliche Kulturpflege / überarbeitete Version des Objekteintrags: Lea Recken / LVR-Abteilung Digitales Kulturerbe, 2026)


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