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Schloss Ehreshoven in Loope


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Was ihr entdecken könnt

Schloss Ehreshoven wurde Mitte bis Ende des 13. Jahrhunderts erstmals erwähnt und dient heute als Damenstift.

Schloss Ehreshoven ist ein sich im Privatbesitz befindendes Schloss, das nur von außen besichtigt werden kann. Es ist von Wassergräben umgeben und liegt eingebettet in eine weitläufige Parkanlage, umgeben von Wald, Streuobstwiesen, den Gartenanlagen der Kommende - der Verwaltungsbezirk der Johanniter - sowie zwei unmittelbar angrenzenden Naturschutzgebieten. Kleine Bildstöcke zum Niederknien und Beten begleiten den Spaziergang um das Anwesen.

Der älteste Quellennachweis für Ehreshoven findet sich in einem auf die Jahre 1255 bis 1280 datierten Einnahmeregister der Benediktinerabtei Siegburg. Über den Zeitpunkt und Anlass der Gründung des Adelssitzes sind hingegen keine Nachrichten überliefert. Jüngere Forschungen lassen vermuten, dass sie im Zusammenhang mit dem regen Bergwerksbetrieb an den benachbarten Gruben Castor und Bliesenbach im 12. Jahrhundert stehen könnte.

Spätestens seit Ende des 13. Jahrhunderts war Ehreshoven ein Lehen der Siegburger Abtei, das sich über wenigstens zwei Generationen in den Händen einer Adelsfamilie „von Ehreshoven“ befand. Denn in Urkunden der Siegburger Abtei und des Kölner Domkapitels aus den Jahren 1308, 1313 und 1322 wird ein Ritter Heidenreich beziehungsweise Knappe Heinrich als „Vasall der Abtei“ tituliert. Für das Jahr 1355 liegt eine Quelle vor, in der ein Adolf den Abt darum bittet, seine Belehnung von Ehreshoven auf seinen Vater Heinrich von Grafschaft zu übertragen. 1396 wiederum wurde Wilhelm von Nesselrode mit Ehreshoven belehnt, der mit der Tochter Adolfs, Jutta von Grafschaft, verheiratet war. Der Adelssitz verblieb in den Händen der Familie von Nesselrode, bis er 1920 von der kinderlosen Gräfin Marie von Nesselrode-Ehreshoven an die Rheinische Ritterschaft - eine Genossenschaft des rheinischen Adels - vererbt wurde. Gemäß dem Testament sollte Ehreshoven zu einem Fräuleinstift, einem Wohnsitz für alleinstehende adlige Damen, werden. Nach einer erfolglosen Klage des Neffen der Gräfin, wurde das Schloss 1924 zu dem Damenstift umgewandelt. Die „Genossenschaft des Rheinischen Ritterbürtigen Adels“, die 1923 ihren Sitz von Bedburg (Erft) nach Ehreshoven verlegt hatte, führt das Damenstift seit 1950 als mildtätige Stiftung privaten Rechts, mit dem Zweck, das Damenstift zu unter- und das Schloss zu erhalten.

Sein heutiges Aussehen verdankt Schloss Ehreshoven einem Um- und Neubau im 17. Jahrhundert. Bei diesem blieben nur der Kapellenbau und der nördlich anstoßende Teil des ursprünglichen, spätgotischen Burghauses erhalten. Es beeindruckt durch das imposante dreiflügelige Herrenhaus und die vierflügelige offene Vorburg, die auf durch Gräben voneinander getrennten Inseln angelegt wurden. Der hervorgehobene Mittelbau ist durch eine Freitreppe mit einem wappengekrönten Portal geschmückt.

Heute ist Schloss Ehreshoven eingetragenes Baudenkmal und wertgebendes Merkmal des historischen Kulturlandschaftsbereiches Schloss Ehreshoven.

(Bürger- und Verschönerungsverein Loope e.V. in Zusammenarbeit mit der Biologischen Station Oberberg, 2015. Erstellt im Rahmen des Projektes „Hecke, Hohlweg, Heimat - Kulturlandschaftsvermittlung analog und digital“. Ein Projekt im Rahmen des LVR-Netzwerks Landschaftliche Kulturpflege/ überarbeitete Version des Objekteintrags: Lea Recken/ LVR-Abteilung Digitales Kulturerbe, 2026)


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