Kreuzkapelle in Ehreshoven
Was ihr entdecken könnt
Die Kapelle des "Heiligen Kreuzes" wurde im 17. Jahrhundert erbaut. 2006 wurde die zuvor zerstörte Kapelle nach vier Jahren intensiver Renovierung neu eröffnet.
Zwischen der Staustufe Ehreshoven und der über die Agger führenden Hängebrücke, befindet sich am Weidenbach die Kapelle des „Heiligen Kreuzes“. Wann genau die aus Bruchstein gemauerte Kapelle erbaut wurde, ist nicht bekannt. Erstmals urkundlich erwähnt wird sie im Jahr 1638, als von einer Stiftung des Grafen Adolf von Nesselrode - Lehnsherr von Schloss Ehreshoven - zugunsten der Kapelle aus dem Jahr 1622 berichtet wird.
Im Inneren der Kapelle befindet sich ein einfacher, aus Bruchstein gemauerter Altar, über dem ein Kreuz angebracht ist. Die Innenwände sind weiß getüncht. Auf dem Satteldach des Gebäudes befindet sich ein Dachreiter, in dem eine Glocke hängt.
Im 18. Jahrhundert wurde die Kapelle für sonn- und feiertägliche Messen genutzt, verfiel gegen Ende des Jahrhunderts allerdings. Während der Französischen Revolutionskriege erreichten 1794 zunächst kaiserlich-österreichische Truppen und später französische Soldaten Ehreshoven. Diese nutzen die Kapelle als Vorratslager sowie zeitweise als Aufenthaltsraum. In dieser Zeit wurden das Dach der Kapelle sowie die Fenster und Türen stark beschädigt. Der Boden der Kapelle wurde ebenfalls zerstört, da hier vergrabene Schätze vermutet wurden, was sich allerdings nicht bestätigte.
Nach den Napoleonischen Kriegen und den Befreiungskriegen kam Ehreshoven im Jahr 1815 in den Besitz von Graf Franz von Nesselrode. Als er das Anwesen übernahm, befanden sich sowohl die Kapelle im Weidenbachtal als auch das Familienschloss in einem stark verwüsteten Zustand.
Im Sommer 1816 wurde die Kapelle - im Zuge der Instandsetzung Schloss Ehreshovens - ebenfalls wiederhergestellt: Das Dach wurde repariert, neue Fenster und eine Tür eingesetzt und der Boden ausgeglichen. Da auch der Altar beschädigt war, brachte man darauf ein in Köln gemaltes Bild der Kreuzigung an. Auf Anordnung des Grafen wurde die zuvor entweihte Kapelle anschließend mit einer besonders feierlichen Zeremonie im August 1816 neu geweiht.
Allerdings verfiel die Kapelle Mitte des 20. Jahrhunderts erneut, nachdem die Stauanlage 1932 fertiggestellt worden war. Sie wurde von Unbekannten geplündert und teilweise zerstört. Renovierungsbemühungen in den 1960er Jahren wurden eingestellt, nachdem die Kapelle erneut zerstört worden war. Erst zu Beginn des 21. Jahrhunderts wurde die Kapelle schließlich durch Bürger des Ortsteils und die Stiftsverwaltung wieder instand gesetzt. Dabei wurden die Fundamente trockengelegt und die Außenwände ausgefugt. Ebenfalls wurden das Dach, die Fenster und Türen sowie der Boden erneuert. Nach vier Jahren Renovierung wurde die Kapelle schließlich im Mai 2006 mit einem Gottesdienst erneut eingeweiht.
(Bürger- und Verschönerungsverein Loope e. V. in Zusammenarbeit mit der Biologischen Station Oberberg, 2015. Erstellt im Rahmen des Projektes „Hecke, Hohlweg, Heimat - Kulturlandschaftsvermittlung analog und digital“. Ein Projekt im Rahmen des LVR-Netzwerks Landschaftliche Kulturpflege / überarbeitete Version des Objekteintrags: Lea Recken/ LVR-Abteilung Digitales Kulturerbe, 2026)
Im Inneren der Kapelle befindet sich ein einfacher, aus Bruchstein gemauerter Altar, über dem ein Kreuz angebracht ist. Die Innenwände sind weiß getüncht. Auf dem Satteldach des Gebäudes befindet sich ein Dachreiter, in dem eine Glocke hängt.
Im 18. Jahrhundert wurde die Kapelle für sonn- und feiertägliche Messen genutzt, verfiel gegen Ende des Jahrhunderts allerdings. Während der Französischen Revolutionskriege erreichten 1794 zunächst kaiserlich-österreichische Truppen und später französische Soldaten Ehreshoven. Diese nutzen die Kapelle als Vorratslager sowie zeitweise als Aufenthaltsraum. In dieser Zeit wurden das Dach der Kapelle sowie die Fenster und Türen stark beschädigt. Der Boden der Kapelle wurde ebenfalls zerstört, da hier vergrabene Schätze vermutet wurden, was sich allerdings nicht bestätigte.
Nach den Napoleonischen Kriegen und den Befreiungskriegen kam Ehreshoven im Jahr 1815 in den Besitz von Graf Franz von Nesselrode. Als er das Anwesen übernahm, befanden sich sowohl die Kapelle im Weidenbachtal als auch das Familienschloss in einem stark verwüsteten Zustand.
Im Sommer 1816 wurde die Kapelle - im Zuge der Instandsetzung Schloss Ehreshovens - ebenfalls wiederhergestellt: Das Dach wurde repariert, neue Fenster und eine Tür eingesetzt und der Boden ausgeglichen. Da auch der Altar beschädigt war, brachte man darauf ein in Köln gemaltes Bild der Kreuzigung an. Auf Anordnung des Grafen wurde die zuvor entweihte Kapelle anschließend mit einer besonders feierlichen Zeremonie im August 1816 neu geweiht.
Allerdings verfiel die Kapelle Mitte des 20. Jahrhunderts erneut, nachdem die Stauanlage 1932 fertiggestellt worden war. Sie wurde von Unbekannten geplündert und teilweise zerstört. Renovierungsbemühungen in den 1960er Jahren wurden eingestellt, nachdem die Kapelle erneut zerstört worden war. Erst zu Beginn des 21. Jahrhunderts wurde die Kapelle schließlich durch Bürger des Ortsteils und die Stiftsverwaltung wieder instand gesetzt. Dabei wurden die Fundamente trockengelegt und die Außenwände ausgefugt. Ebenfalls wurden das Dach, die Fenster und Türen sowie der Boden erneuert. Nach vier Jahren Renovierung wurde die Kapelle schließlich im Mai 2006 mit einem Gottesdienst erneut eingeweiht.
(Bürger- und Verschönerungsverein Loope e. V. in Zusammenarbeit mit der Biologischen Station Oberberg, 2015. Erstellt im Rahmen des Projektes „Hecke, Hohlweg, Heimat - Kulturlandschaftsvermittlung analog und digital“. Ein Projekt im Rahmen des LVR-Netzwerks Landschaftliche Kulturpflege / überarbeitete Version des Objekteintrags: Lea Recken/ LVR-Abteilung Digitales Kulturerbe, 2026)