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Optischer Telegraf Nr. 53 der Telegrafenlinie Berlin-Koblenz in Spich


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Was ihr entdecken könnt

Das Gebäude der heutigen Gaststätte „Forsthaus Telegraf“ stammt aus dem 19. Jahrhundert und geht auf den optischen Telegraf Nr. 53 der Telegrafenlinie Berlin-Koblenz zurück.

Ein optischer Telegraf ist eine frühere Form der Nachrichtenübermittlung, bei der durch optisch sichtbare Signale Zeichen über sichtbare Entfernungen weitergegeben werden. Der optische Telegraf Nummer 53 in der Wahner Heide war Teil der optischen Telegrafenlinie zwischen Berlin und Koblenz. Ab 1832 entstand eine rund 600 Kilometer lange Nachrichtenverbindung mit insgesamt 62 Stationen. Auf den Türmen der Stationen bewegten sich mehrere Signalflügel in unterschiedlichen Stellungen. Die Stellungen waren mit einzelnen Zahlen verknüpft und den verschiedenen Zahlkombinationen wurden Wortbedeutungen zugeordnet. Damit konnten verschlüsselte Nachrichten von Station zu Station weitergegeben werden. Unter guten Bedingungen dauerte das Versenden einer Nachricht zwischen Berlin und Koblenz nur etwa eineinhalb Stunden. Das war deutlich schneller, als eine Nachricht mit einem Boten zu Pferd zu schicken, denn dieser hätte für die gleiche Distanz mehrere Tage benötigt.

Die Station in der Wahner Heide wurde 1833/34 im „Spicher Busch“ errichtet. Nach der Einstellung des Telegrafenbetriebs 1852 wurde das Gebäude als Försterwohnung genutzt. Seit 1894 wird der Ort als Ausflugsgaststätte genutzt.

(Alexandra Lehmann, LVR-Umweltamt 2003 / Christoph Boddenberg und Franz-Josef Knöchel, LVR-Redaktion KuLaDig, 2011/ überarbeitete Version des Eintrags zum Objekt in der Fachanwendung KuLaDig; Adrian Greiner/ LVR-Abteilung Digitales Kulturerbe, 2026)


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