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Jüdischer Friedhof auf dem Burgfriedhof Bad Godesberg


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Seit dem 17. Jahrhundert lebten vereinzelt Juden in Bad Godesberg. 1730 wird erstmals ein jüdischer Friedhof erwähnt.

Bereits seit dem 17. Jahrhundert lebten vereinzelt jüdische Menschen in Bad Godesberg und den umliegenden Ortschaften. Ab 1812 ist eine Synagoge nachgewiesen. 1850 wurde ein Neubau eingeweiht, der während des Novemberpogroms 1938 zerstört wurde.

Ein Friedhof wurde 1730 erstmals erwähnt. Die jüdische Gemeinde bezog sich auf ältere Rechte, ihre Toten am Südhang des Godesbergs zu bestatten. Somit kann angenommen werden, dass der Friedhof dort lag und bereits älter war. Seine genaue Lage lässt sich heute allerdings nicht mehr rekonstruieren. Möglicherweise stammen einige der auf der Gedenkstätte Aennchenstraße aufgestellten Grabsteine von diesem älteren Friedhof. Die Grabsteine wurden nach dem Zweiten Weltkrieg am Fuß des Godesbergs entdeckt und auf das Grundstück an der Aennchenstraße verbracht. Sie stammen größtenteils aus dem 19. Jahrhundert.

1895 kaufte die Gemeinde Godesberg das Gelände des Burgbergs und untersagte der jüdischen Gemeinde die weitere Nutzung des ursprünglichen Begräbnisplatzes am Südhang. Stattdessen wurde ein Grundstück beim ab 1805 belegten Burgfriedhof zur Verfügung gestellt. Das Grundstück ist inzwischen als Abteilung VII ohne eine zusätzliche Abgrenzung durch eine Hecke oder Mauer in den Burgfriedhof integriert.

Die Grabsteine wirken gepflegt und stammen aus dem ersten Drittel des 20. Jahrhunderts. Meistens steht die deutsche Inschrift im Vordergrund, hebräische Inschriften sind kurz oder gar nicht vorhanden, was typisch für die Zeit ist. Einige Grabmale wurden offenbar als Familiengräber angelegt, aufgrund der Schoah aber nicht vollumfänglich genutzt. Ein Gedenkstein erinnert an die Godesberger Opfer der Schoah.

(Antonia Frinken, LVR-Abteilung Digitales Kulturerbe, 2025)


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